27.09. Gemeinsam zur Gottesmutter
Gemeinsam zur Gottesmutter – Hallertauer Brünnlwallfahrt nach Tegernbach
„Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus.“
Dieses alte Marienlied bringt etwas zum Ausdruck, was Menschen seit Jahrhunderten an Wallfahrtsorten erfahren: Bei Maria dürfen wir mit unserem Leben ankommen, mit unserer Freude und unserer Dankbarkeit, aber ebenso mit unseren Sorgen, Fragen und Bitten.
Am Sonntag, 27. September 2026, laden wir die ganze Pfarrgemeinschaft herzlich zur Hallertauer Brünnlwallfahrt zur Mariä-Brünnlkirche in Tegernbach ein.

An diesem Sonntag feiern wir nur eine gemeinsame Heilige Messe in unserer gesamten Pfarreiengemeinschaft. Wir möchten damit bewusst ein Zeichen setzen: Nicht jede Gemeinde feiert für sich allein, sondern wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Wir verlassen für einen Augenblick unsere vertrauten Kirchen und kommen als eine große Gemeinschaft zur Gottesmutter zusammen.
Gemeinsam unterwegs
Die Wallfahrt beginnt mit der Zugaufstellung um 9:30 Uhr vor der Pfarrkirche in Tegernbach. Um 10:00 Uhrfeiern wir gemeinsam die Heilige Messe.
Herzlich eingeladen sind alle Gläubigen unserer Pfarrgemeinschaft – Familien, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Niemand muss ein erfahrener Wallfahrer sein. Der Weg zur Gottesmutter steht allen offen.
Die Heilige Messe wird vom KDFB für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder und Angehörigen mitgetragen. So verbinden wir in unserem Gebet auch diejenigen, die uns vorausgegangen sind. In der Gemeinschaft der Kirche bleiben Lebende und Verstorbene im Gebet miteinander verbunden.
Warum gehen wir zu Maria?
Wallfahrten gehören zu den ältesten Ausdrucksformen des christlichen Glaubens. Ein Mensch macht sich auf den Weg, weil der Glaube nicht nur etwas für den Kopf ist. Unser ganzer Mensch ist unterwegs. Wir gehen mit unseren Füßen – und zugleich mit unserem Herzen.
Besonders die Marienwallfahrtsorte haben dabei eine besondere Bedeutung. Maria weist immer über sich selbst hinaus auf ihren Sohn Jesus Christus. Ihr großes Wort im Evangelium lautet: „Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5).
Maria ist deshalb nicht das Ziel unseres Glaubens, sondern sie führt uns zu Christus. Sie ist die Mutter Jesu und zugleich für die Kirche ein Vorbild des Glaubens. Sie hat Gottes Wort angenommen und ihm vertraut, auch dort, wo sie noch nicht wusste, wohin ihr Weg führen würde.
Ein Ort zum Beten und Aufatmen
Warum sind solche besonderen Orte wichtig? Natürlich ist Gott nicht nur an einem bestimmten Ort gegenwärtig. Wir können überall beten. Wir können Gott in unseren Kirchen, in unseren Wohnungen, unterwegs und mitten im Alltag begegnen.
Und doch brauchen wir Menschen Orte, an denen wir unseren Glauben besonders bewusst leben können.
Ein Wallfahrtsort hilft uns, aus dem Alltag herauszutreten. Der Weg dorthin schenkt Zeit zum Nachdenken und Beten. Man kann still werden, ein Anliegen mitnehmen, für einen Menschen beten, Dank sagen oder einfach vor Gott da sein.
Gerade in einer Zeit, in der vieles schnell gehen muss, tut es gut, einen Weg nicht einfach mit dem Auto zurückzulegen, sondern sich bewusst auf den Weg zu machen. Eine Wallfahrt erinnert uns daran: Auch unser Leben ist ein Weg. Wir sind unterwegs und wir gehen diesen Weg nicht allein.
Maria nimmt unsere Anliegen mit
Viele Menschen verbinden mit einem Marienwallfahrtsort ganz persönliche Erinnerungen. Vielleicht wurde dort für einen kranken Menschen gebetet. Vielleicht hat jemand nach einer schwierigen Zeit Trost gefunden. Vielleicht wurde eine Familie dankbar für ein glückliches Ereignis. Vielleicht trägt jemand seit Jahren eine Bitte im Herzen.
Maria wird in der Tradition der Kirche als diejenige verehrt, die ihre Kinder zu Christus führt und für sie Fürsprache hält. Wie bei der Hochzeit zu Kana nimmt sie die Not der Menschen wahr und bringt sie zu Jesus.
Darum dürfen auch wir unsere Anliegen mitbringen.
Was beschäftigt mich?
Wofür möchte ich danken?
Wen möchte ich Gott anvertrauen?
Welche Sorge möchte ich einmal bewusst aus der Hand geben?
Vielleicht ist genau das der persönliche Sinn unserer Wallfahrt.
Darum laden wir wirklich alle herzlich ein, sich dieser Wallfahrt anzuschließen. Bringen Sie Ihre Familie mit, Ihre Nachbarn, Freunde und Bekannte. Besonders schön wäre es, wenn auch diejenigen mitkommen, die vielleicht nicht regelmäßig an einer Wallfahrt teilnehmen.
Anschließend: Zeit für Begegnung
Nach der Heiligen Messe sind alle Gläubigen herzlich eingeladen, noch ein wenig im Pfarrheim in Tegernbach zu bleiben.
Denn zu einer guten Wallfahrt gehört nicht nur das gemeinsame Gebet, sondern auch die Begegnung. Wir dürfen miteinander ins Gespräch kommen, erzählen, lachen und einfach eine gemütliche Zeit verbringen.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt und etwas für den Gaumen vorbereitet.
Festprediger aus Altötting: Pater Dawid Kołodziejczyk OSPPE
Eine besondere Freude ist es, dass wir in diesem Jahr Pater Dawid aus Altötting als Festprediger bei unserer Hallertauer Brünnlwallfahrt begrüßen dürfen. Pater Dawid gehört dem Paulinerorden an, einem Orden, der in besonderer Weise mit der Verehrung der Gottesmutter verbunden ist.
Der Paulinerorden trägt den offiziellen Namen Orden des heiligen Paulus des Ersten Einsiedlers. Seine geistliche Heimat ist das Marienheiligtum von Jasna Góra in Tschenstochau, wo die Schwarze Madonna von Tschenstochau verehrt wird. Die Pauliner sind seit Jahrhunderten eng mit der Marienverehrung und der Wallfahrt verbunden.
So passt es in besonderer Weise, dass in diesem Jahr ein Paulinerpater zu uns nach Tegernbach kommt und die Festpredigt übernimmt. Seine Verbundenheit mit dem Wallfahrtsort Altötting und mit der marianischen Spiritualität des Paulinerordens wird unserer Wallfahrt sicher einen besonderen geistlichen Akzent geben.
Herzliche Einladung
Sonntag, 27. September 2026
09:30 Uhr: Zugaufstellung vor der Pfarrkirche Tegernbach
10:00 Uhr: Gemeinsame Heilige Messe zur Hallertauer Brünnlwallfahrt
anschließend: gemütliches Beisammensein im Pfarrheim Tegernbach
Machen wir uns gemeinsam auf den Weg zur Gottesmutter.
Denn eine Wallfahrt beginnt mit dem ersten Schritt, und vielleicht wird aus diesem äußeren Weg auch ein innerer Weg: ein Weg zu mehr Vertrauen, zu neuer Hoffnung und zu Christus, unserem Herrn.
Maria, Mutter der Kirche und Mutter unseres Glaubens,
begleite unsere Pfarrgemeinschaft auf ihrem Weg
und führe uns immer näher zu deinem Sohn Jesus Christus. Amen.

