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18.02. Aschermittwoch

Der Aschermittwoch markiert für Christen auf der ganzen Welt den Beginn der Fastenzeit und damit die Vorbereitung auf Ostern. Er ist ein stiller, nachdenklicher Tag, der zur Umkehr, Besinnung und zum Neuanfang einlädt. Doch woher stammt dieser Brauch eigentlich? Was bedeutet die Asche, und seit wann spielt sie im christlichen Glauben eine Rolle?

Die Bedeutung des Aschermittwochs heute

Mit dem Aschermittwoch endet die Faschingszeit und die 40-tägige Fastenzeit beginnt. In den Gottesdiensten wird den Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet. Dabei spricht der Priester oder Diakon Worte wie:
„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst“
oder
„Kehr um und glaube an das Evangelium.“

Diese Worte erinnern daran, dass das Leben vergänglich ist und dass jeder Mensch eingeladen ist, sein Leben immer wieder neu auf Gott auszurichten. Der Aschermittwoch ist daher kein trauriger, sondern ein ehrlicher und hoffnungsvoller Tag: ein Tag der Umkehr und des Neubeginns.

Woher kommt die Asche?

Die Asche, die am Aschermittwoch verwendet wird, stammt traditionell aus den verbrannten Palmzweigen des Palmsonntags vom Vorjahr. So entsteht eine Verbindung zwischen den kirchlichen Festen: Die Palmzweige, die einst an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnerten, werden ein Jahr später zu einem Zeichen der Besinnung und der Umkehr.

Die Asche wird vor dem Gottesdienst gesegnet und anschließend den Gläubigen in Form eines Kreuzes auf die Stirn gezeichnet.

Was bedeutet die Asche?

Asche ist ein starkes Symbol mit mehreren Bedeutungen:

  • Vergänglichkeit des Menschen: Asche erinnert daran, dass alles Irdische einmal vergeht.

  • Reue und Umkehr: Schon in der Bibel streuten sich Menschen in Zeiten der Trauer oder Buße Asche auf den Kopf.

  • Neuanfang: Wo etwas verbrannt ist, kann auch etwas Neues entstehen. So steht die Asche auch für die Hoffnung auf Veränderung und Erneuerung.

Das Aschekreuz ist damit ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Mensch sein Leben bewusst vor Gott stellt und sich auf Ostern vorbereitet.

Seit wann gibt es diesen Brauch?

Der Umgang mit Asche hat im Glauben eine sehr alte Geschichte – schon lange vor dem Christentum.

  • Im Alten Testament war das Streuen von Asche ein Zeichen von Trauer, Reue und Demut vor Gott. Menschen legten Bußgewänder an und setzten sich in die Asche, um ihre Umkehr zu zeigen.

  • In den ersten Jahrhunderten des Christentums gab es öffentliche Bußriten. Menschen, die schwere Schuld auf sich geladen hatten, begannen eine Zeit der Buße oft mit dem Bestreuen mit Asche.

  • Seit etwa dem 10. Jahrhundert entwickelte sich daraus der Brauch, dass alle Gläubigen am Beginn der Fastenzeit das Aschekreuz empfangen – nicht nur einzelne Büßer.

  • Im Jahr 1091 wurde der Aschermittwoch offiziell in der ganzen Kirche eingeführt und der Brauch des Ascheauflegens verbreitete sich im gesamten Abendland.

So wurde aus einem Zeichen der Buße für Einzelne ein Zeichen für alle Christen: Jeder Mensch ist aufgerufen, sein Leben zu überdenken und sich neu Gott zuzuwenden.

Ein Tag der Einladung

Der Aschermittwoch ist mehr als ein kirchlicher Brauch. Er ist eine Einladung:

  • innezuhalten

  • das eigene Leben zu betrachten

  • Schuld zu erkennen und Vergebung zu suchen

  • bewusst in die Fastenzeit zu gehen

Die Asche auf der Stirn ist dabei kein Zeichen der Niedergeschlagenheit, sondern ein Zeichen der Ehrlichkeit – und der Hoffnung. Sie erinnert daran: Gott schenkt immer wieder einen neuen Anfang.

Gottesdienste in der Pfarreiengemeinschaft 

Mittwoch, 18.02. Aschermittwoch, Segnung und Auflegung der Asche

* Rudelzhausen 18:00 Uhr

* Hebrontshausen 18:00 Uhr

* Tegernbach 19:00 Uhr

* Puttenhausen 19:00 Uhr